DSGVO-Website-Checkliste: 7 Punkte, die Sie prüfen sollten
Datenschutz auf der eigenen Website wirkt kompliziert – ist es aber nicht, wenn man die wichtigsten Punkte kennt. Diese Checkliste hilft Ihnen, typische Stolperfallen zu vermeiden. Sie ersetzt keine Rechtsberatung, gibt Ihnen aber einen soliden Überblick.
1. Vollständige Datenschutzerklärung
Jede Website braucht eine leicht auffindbare, aktuelle Datenschutzerklärung. Sie muss erklären, welche Daten wozu verarbeitet werden – etwa über Kontaktformular, Server-Logs oder eingesetzte Dienste.
2. Korrektes Impressum
Ein vollständiges Impressum ist Pflicht (§ 5 DDG). Name, Anschrift und Kontaktmöglichkeiten müssen stimmen und schnell erreichbar sein.
3. Schriften lokal einbinden
Werden Schriften direkt von externen Servern (z. B. Google Fonts) geladen, wird die IP-Adresse der Besucher übertragen – ein häufiger Abmahngrund. Die Lösung: Schriften lokal auf dem eigenen Server hosten.
4. Cookie-Banner nur, wenn nötig
Nicht jede Seite braucht ein Cookie-Banner. Werden nur technisch notwendige Mittel eingesetzt und kein Tracking betrieben, ist oft keine Einwilligung erforderlich. Kommen Analyse- oder Marketing-Tools zum Einsatz, ist ein sauberer Einwilligungs-Mechanismus Pflicht.
5. Kontaktformulare datensparsam gestalten
Fragen Sie nur ab, was Sie wirklich brauchen. Eine Einwilligungs-Checkbox mit Link zur Datenschutzerklärung gehört dazu – und die Übertragung muss verschlüsselt erfolgen.
6. SSL-Verschlüsselung (HTTPS)
Ihre Seite sollte ausschließlich über HTTPS erreichbar sein. Das schützt übertragene Daten und ist zugleich ein Ranking-Faktor bei Google.
7. Externe Inhalte bewusst einsetzen
Eingebettete Karten, Videos oder Social-Media-Inhalte laden oft Daten von Dritten. Nutzen Sie datenschutzfreundliche Alternativen oder eine „Zwei-Klick-Lösung“, bei der Inhalte erst nach aktiver Zustimmung geladen werden.
Fazit
Die meisten DSGVO-Anforderungen lassen sich mit einer sauberen, datensparsamen Umsetzung problemlos erfüllen. Wer von Anfang an auf lokale Schriften, HTTPS und klare Rechtstexte setzt, ist auf der sicheren Seite. Für eine rechtsverbindliche Prüfung ist eine anwaltliche Beratung empfehlenswert.
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